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BdP-Stamm Graf von Sponheim e.V. Besuch des Bundeslager "Estonteco" 2017

Am Samstag den 22. Juli 2017 starteten vier Kirchberger Pfadfinder zum Bundeslager des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit ca. 5.000 anderen Pfadfindern aus insgesamt 23 Nationen in Großzerlang / Brandenburg.
Doch bevor das eigentliche Lager anfing begaben wir uns gemeinsam mit einer paar Koblenzer Pfadi's auf eine Vortour bei der wir die letzten Kilometer zum Lagerplatz zu Fuß zurücklegten. Diese gestalteten sich als sehr nasse Angelegenheit, da es beinahe zwei Tage am Stück dauerregnete. Wir fanden jedoch bei vielen sehr netten Einheimischen Nachts Unterschlupf. So schliefen wir mal eine Nacht im Zelt, dann wieder in einem Carport oder auf dem Heuboden einer Scheune. Am 26. Juli erreichten wir dann unser Ziel, den Lagerplatz in Großzerlang. Auch hier hatte der Dauerregen seine Spuren sehr deutlich hinterlassen. Das Lagergelände war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr befahrbar. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und bis zum Lagerende sollte es ab dann fast nicht mehr Regnen. So verbrachten wir noch 11 Tage bei tollem Wetter in der Mecklenburger Seenplatte gemeinsam mit dem Stamm "von Helfenstein" aus Koblenz.
Nach der Aufbauphase am Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen wurde dann das Bundeslager am 27. Juli offiziell eröffnet. In den folgenden Tagen erlebten wir eine tolle Zeit beim Basteln in AG´s, in Planspielen bei dem eine Werft im Hamburger Hafen gerettet werden sollte, beim Singe-Wettstreit, bei Actiongames oder beim Funkkontakt mit der Raumstation ISS. Der Badesee vor dem Zelt war für eine Abkühlung bestens geeignet und am Strandbad steppte immer der Bär. Beim Besuch verschiedener Bundestagsabgeordneter konnten wir über eine besser Zukunft und was jeder von uns dafür tun kann diskutieren. In verschiedenen Themenzelten konnte man sich über verschiedene Bereiche der Pfadfinderarbeit informieren, sei es die Geschichte des BdP´s, die "Stiftung Pfadfinden" und vielen weiteren Themen zur Jugendarbeit.
Es gab sogenannt Raustage, bei denen unsere Jungs die Umgebung bei einem Hajk erkundeten, mal wieder zu Fuß, und mit einer Übernachtung. Hierbei schliefen sie in einem alten Schlosspark in Neustrelitz. Andere fuhren mit dem Kanu oder einer Draisine, wieder andere waren im Hochseilgarten. Die Erwachsenen besuchten z. B. Berlin für einen Tag mit einem kulturellen Programm.

Aber so ein Bundeslager ist auch eine organisatorische Herausforderung. Es wurde eine Sanitätsstation mit ärztlicher Betreuung rund um die Uhr eingerichtet. Für die Hygiene wurden ca. 20 Waschzelte, ca. 150 Biotoiletten und diverse andere Einrichtungen z. B. Spülen aufgebaut. Ein Supermarkt über welchen die Versorgung für die 5.000 Teilnehmer gewährleistet wurde errichtet. Für die persönlichen Bedürfnisse standen zwei Kioske, ein Laden für Ausrüstungsgegenstände, eine Eisdiele oder ein Bereich mit Werkstätten für Reparaturen zur Verfügung.
Für das Abendprogramm gab es in jedem Unterlager Pinten in denen man sich zum Reden, Spielen oder Singen treffen konnte. Hier spielten auch diverse Live-Bands oder Singer-Songwriter. Theaterstücke und Musicals wurden aufgeführt. Und für das leibliche Wohl sorgten die Pinten ebenfalls.
All diese Dinge erlebten, besuchten oder verwirklichten wir in den 10 Tagen während des eigentlichen Lagers bevor es am Freitag den 04. August in einer Abschlussfeier und einem riesigen Singekreis am Lagerfeuer beendet wurde. Samstags kamen wir am späten Abend mit dem Bus in Koblenz müde, erschöpft, vollgepackt mit tollen Erinnerungen und Erfahrungen , neuen Freundschaften und vielen Erlebnissen, an.
Andreas Benke
Stamm Graf von Sponheim e. V.