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Heimathaus

Heimathaus Kirchberg 

Öffnungszeiten: Mittwochs von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr
 

Eines der ältesten Häuser der Stadt ist das Heimathaus, in welchem das Museum der Stadt Kirchberg untergebracht ist. Die Grundfundamente des Hauses sind direkt auf den gewachsenen Quarzitfels gebaut, bei vergleichenden Gebäuden an der Mosel, die auch direkt auf gewachsenen Fels gebaut wurden, könnte man bei dem Heimathaus etwa das 14. oder 15. Jahrhundert als Baudatum annehmen. Auf einem Stadtplan von 1688 ist der ungewöhnlich keilförmige Grundriss erstmals eingezeichnet. Das Haus zeigt eine Vorderfront von 1,65 m und eine Rückfront von 7,50. Inwieweit das Haus ein Jahr später im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 zerstört wurde, ist heute nicht mehr feststellbar. In seiner jetzigen Form als Fachwerkhaus wurde es 1732 von dem Sattlermeister und Ackerer Johann Jakob Schüler errichtet.
Sieben Generationen der Familie Schüler lebten bis 1979 in diesem Haus. Danach erwarb die Stadt das Anwesen und ab 1984 konnte das Heimathaus nach umfangreichen Renovierungsarbeiten dort untergebracht werden. Ernst Fuchß leitete dann das Heimatmuseum wobei der Grundstock größtenteils aus der eigenen Fotodokumentation bestand.
Nach dem Tode von Ernst Fuchß übernahm Winfried Wagner das Heimathaus. Unter seiner Regie wurde die Konzeption des Heimathauses völlig umgestaltet. Unter Zuhilfenahme von Archivalien und Dokumentationen aus verschiedenen Archiven konnte Winfried Wagner eine detaillierte Darstellung der Kirchberger Stadtgeschichte von ihrem Beginn in der Jungsteinzeit über die Kelten, der römischen .Zeit bis zur Neuzeit erstellen. Dokumentationen und Ausstellungen zu verschieden Stadtereignissen stehen immer wieder auf dem Programm
 
1. Die Justiz in früherer Zeit
Auf mehreren Dokumentationstafeln kann sich der Besucher über die Justiz in früherer Zeit informieren.
Die Ausstellung gliedert sich auf in die Bereiche Gericht, Folter, die Scharfrichter, die Strafen und das Hochgericht auf der Heckerhöhe oberhalb von Kirchberg. Bei der Dokumentation werden sowohl die Ausführungen der allgemeinen Justiz in früherer Zeit, als auch die speziellen Orte wie dem Gefängnisturm in der früheren Affengasse oder dem ehem. Gefängnis in der badischen Gendarmerie in Kirchberg beleuchtet. Ein Auszug aus einer badischen Zunftordnung aus dem Jahre 1769 verdeutlicht die Härte der Justiz gegenüber unehrlichen Metzgergesellen und Lehrjungen.
 
2. CASTRUM ET MUNITIONES Kirchberg eine befestigte Stadt.
So lautet der Titel der Dokumentation, die über die ehemalige Stadtbefestigung informiert.
Anhand von Archivalien aus Landeshauptarchiv in Koblenz, alten Fotos und anderen Dokumenten sowie alten Karten, kann sich der Betrachter ein Bild über diese gewaltige Befestigungsanlage machen. Der Heimatforscher Heinz Martin hat darüber hinaus bei Bauarbeiten Vermessungen durchführen können und auch einige Abschnitte der Mauer auf Zeichnungen rekonstruiert.
 
3. Schreibweise und Lage von Kirchberg auf alten Karten
Kopien und Faksimile alter Karten konnte der Leiter des Heimathauses Winfried Wagner zusammentragen und dadurch die unterschiedlichsten Schreibweisen für Kircheberg dokumentieren. Angefangen bei der TABULA PEUTINGERIANA der Peutingertafel, einer mittelalterlichen
Kartenabschrift einer römischen Straßenkarte aus dem 4. Jahrhundert n. Chr . worauf Kirchberg noch als keltischer Ort DUMNO geschrieben wird über die Schreibweisen Kyrbrick oder Kereberch bis zu unserer heutigen Schreibweise. Seit einiger Zeit verfügt das Heimathaus über eine Faksimile der berühmten Karte NOVOTRACTUS TOTIUS RHENI (Beschreibung des Rheinstroms) von dem Verleger David Funck aus Nürnberg und von dem Kartenstecher Johann Baptist Homann1580 gezeichnet. Diese Karte wurdevon Manuel Borsch aus Reckershausen zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus sind noch Kartenkopien aus der Zeit des 30 jährigen Krieges zu sehen.
Zwei besondere Karten aus dem 19.Jahrhundert wobei es sich um Originale handelt, verdienen noch eine besondere Erwähnung. Es ist die erste Karte des Landkreises Simmern aus dem Jahre 1831 sowie die Landkarte des südlichen Teils des Regierungsbezirkes Koblenz .ebenfalls von 1831. Auf anderen Seite der Nahe beginnt schon das Königreich Bayern. Der Hahnenbach bildete damals die Grenze zum Großherzogtum Oldenburg mit Birkenfeld als Verwaltungssitz. Diese beiden Raritäten wurden von Alexandra Brigitte Scholz und Elfriede Wagner dem Heimathaus übergeben.
 
Außerdem kann man dem Besucher die wertvolle Sammlung historischer Fahrräder noch empfehlen.
 
Historische Fahrräder
Im Untergeschoss kann sich der Besucher über die Entwicklungsgeschichte des Fahrrades beginnend bei der berühmten Draisine bis zum supermodernen Mountain-Bike, welches die Firma Fahrrad-Linn freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, eingehend informieren. Kirchberg hat ein besonderes Verhältnis zum Fahrrad. Der Erfinder des Fahrrades Freiherr von Drais verbrachte einige Jahre seiner Kindheit als Sohn des letzten badischen Oberamtmannes in Kirchberg
Der ehemalige Kirchberger Bürger Dr. Gerhard Jores sowie dessen Ehefrau Brigitte geb. Hanss hat 3 Räder dem Heimathaus geschenkt. Bei dem Fahrrad von 1868 handelt es sich um ein Originalrad aus der Werkstatt von Ernest Michaux Paris, welches man als 2. Weiterentwicklung der Draisine von 1817, die auch als Nachbildung im Heimathaus steht, ansehen kann.
Ein Original englisches Hochrad von 1882 aus der Werkstatt von Hillmann Coventry das die 3. Entwicklungsstufe nach der Draisine war sowie ein Strickerrad von 1953 runden die Geschichte des Fahrrades ab. Die Stadt Kirchberg hat zusätzlich eine besondere Rarität erworben. Es handelt dabei um ein Kinderdreirad aus dem Jahre 1895. Das Dreirad ist vollständig aus Eisen gefertigt und hat noch die original Holzräder mit Eisenbeschlag.
 
Darüber hinaus bietet das Heimathaus anhand von Dokumenten und Dokumentationen einen Einblick in die Kirchberger Stadtgeschichte.  
 
Wöchentliche Öffnungszeit : Mittwochs von 19.30 Uhr-21.30 Uhr

 

Der Pranger in Kirchberg.
 
Seit einiger Zeit hat Kirchberg wieder einen Pranger. An historischer Stelle an der ,auch bis ca. 1794 noch der Pranger stand,konnte durch die großzügige Stiftung eines Kirchberger Bürgers ein Pranger nach historischem Vorbild original rekonstruiert von der Fa.Metallbau Jakoby in Dickenschied gebaut werden.
Als Vorlage dürfte der Pranger auch Schand oder Narrenhäusel im Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber gedient haben..Bei der Vorstellung des Prangers,konnte Bürgermeister Udo Kunz eine stattliche Anzahl von Bürgern begrüßen,die trotz des schlechten Wetters in die Klöcknergasse kamen.Im Sprachstil eines badischen Oberamtmannes sprach er das Urteil über den im Pranger Einsitzenden. ( Stifter des Prangers ). Bei der Verurteilung zu der Prangerstrafe,ließ er zwei im 18. Jahrhundert üblichen Möglichkeiten für den Deliquenten offen,die Strafe nicht antreten zu müssen, Entweder so Kunz,muß ihn eine Jungfrau ehelichen, oder er müßte in das neu errichtete Kirchberger Piaristenkloster eintreten und dort alle schweren und schmutzigen Arbeiten verrichten.Beides kam für den Deliquenten nicht in Frage, er blieb im Pranger.
 
In seinem anschließenden Vortrag ,konnte der Leiter des Heimathauses Winfried Wagner die Härte und die damit verbunden Konsequenzen dieser Strafe verdeutlichen .
 
In der Klockner früher Affengasse in Kirchberg stand der Pranger genau gegenüber dem ehem. Gefängnisturm auch Faulturm stellenweise genannt.
Diese Art des Prangers war eine Landesherrliche Strafe und konnte nur mit Genehmigung des jeweiligen Oberamtmannes verhängt werden. Mit der Prangerstrafe war auch eine weitere Strafe verbunden.Meist war es der Landesverweis, Vogelfreierklärung oder auch die Aberkennung der Zünftigkeit verbunden.
Die erste Strafe bei Betrug eines Lehrjungen gegenüber seinem Lehrherrn, war die Prügelstrafe.
Die auch in der Affengasse vor dem Gefängnis vollzogen wurde.Als weiter Strafe wurde der Verurteilte bei Wasser und Brot im Verließ des Gefängnisturms geworfen.Als letzte und schwerste Strafe war das Ausstellen im Pranger.
In der Metzgerzunftordung von 1767 werden diese Strafen bei Betrug gegen den Lehrherrn beschrieben. Die Prügelstrafe die sich nach der Höhe des Betruges die Anzahl der Schläge richtete war nur für unverheiratete Männer und Jungen bis 25 Jahren gedacht. Für „Zigeuner ,Vagabunden und fahrendes Volk „ bestand diese Einschränkung nicht.
In der Metzgerzunft von Kirchberg aus dem Jahre 1767 heißt es.“
Sollte ein Metzgerknecht oder Lehrjung den Meister im Einkauffen übervortheilen ,und mehr als die WaarAnkauf kostet,daraufschlage und dessen genüglich überwiesen werden,so ist das erstemal ,der Knecht für jeden Kreuzer mit 20 Kroschen,der Jung aber für jeden Kreuzer mit einem Ochsenriemenstreich, ( Peitschenhieb ) dann das das zweytemal mit 8- oder 14 tägiger Einthürmung bei Wasser und Brot,das drittemal hingegen dieselbe mit Ausstellung am Pranger ohnnachsichtlich der Person zu bestrafen und des Handwerkes untüchtig zu erklären.
Hier haben wir die oben erwähnte Abstufung von Prügel,Eintürmung und als letztes der Prangerstrafe mit Untüchtigerlärung für jedwelches Handwerk
 
Tod am Pranger
In einer kalten Januarnacht im Jahre 1609 starb infolge von Erfrierung der lutherische Pfarrer Laurentius Diekircher aus Hottenbach. Als 1599 die zweite Reformation auch die calvinistische genannt in der sogenannten Pflege Hottenbach,welche verwaltungsmäßig zum Oberamt Kirchberg gehörte eingeführt wurde,setzte Pfarrer Diekircher weiterhin seinen lutherischen Gottesdienst fort. Der reformierte pfälzische Oberamtmann Johann Michael Freiss , ließ den Pfarrer von seinen Amtsknechten nach Kirchberg in den Gefängnisturm bringen, und blieb im Gefängnisturm in der Affengasse in Kirchberg bei Wasser und Brot, bis er auf seinen lutherischen Gottesdienst verzichtete.
Als er wieder in Hottenbach war,setzte er seinen lutherischen Gottesdienst fort.Durch Verrat an das Oberamt ,wurde er wieder von den Amtsknechten nach Kirchberg gebracht und zu einer mehrtägigen Prangerstrafe mit Verlust seines Pfarramtes und Landesverweis bestraft. Infolge der krimmigen Kälte im Januar 1609 erfror er im Pranger.Im 16. und 17. Jahrhundert war die sog. Kleine Eiszeit mit Temparaturen bis Minus 30 Grad Da im Anschluß an die Prangerstrafe weitere Strafen wie Landesverweis oder Vogelfreierklärung darauf folgten,wurde der Tod des oder der Deliquentin billigend in Kauf genommen. Teilweise wurden die Deliquenten im Pranger noch extra nass gespritzt.
Die Prangerstrafe wurde noch bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 an dieser Stelle in der Affengasse gegenüber des Gefängnisses deren Wärter aufpassen mußten, damit die Deliquenten im Pranger nicht zu stark verletzt oder sogar getötet wurden.
 Über der Namen „ Affengasse „ist man sich noch nicht einig,ob er von einem Affen,der wie bei diesem Pranger oben auf stand oder die Bezeichnung „einen zum Affen machen“ oder weil in dem Gefängnisturm im 19. Jahrhundert eine Gastwirtschaft nach Aussage alter Leute „ Gasthaus zum Affen „ hieß. Zum Abschluß regte Winfried Wagner noch an, daß die Klocknergasse aufgrund ihrer historischen Bedeutung den alten Namen Affengasse zurück erhalten sollte.
 
Kirchberger Bier
Auch in diesem Jahr hat das Stadt und Heimatmuseum zum Kirchberger Michaelismarkt am 1. Oktober von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr wieder seine Pforten geöffnet.
Das Bier spielt in der Stadtgeschichte eine große Rolle und war durch 5 Brauereien im 19. Jahrhundert in Fülle vorhanden. In mehreren Beiträgen beschäftigt sich der Leiter des Museums Winfried Wagner auch mit diesem Thema.
Das Kirchberger Stadtmuseum und Heimatmuseum in der Helenenstraße in welchem sich das Inventar, des in der Renovierung befindlichen Heimathauses befindet, erinnert in einer Ausstellung mit Biergläsern, Bierdeckeln, alten Wirtshaustransparenten sowie eines Original-Holzbierfasses und anderen Gegenständen an die 260 jährige Braukunst der ehem. Kirchberger Höhenpils Brauerei der Gebr. Fuchß. Gezeigt werden kann auch das original Brau und Journalbuch mit allen Einträgen über die gebraute Biermenge sowie den zu beliefernden Gaststätten. Bereits 1857 wurde nach Panzweiler sowie an die Schlemmersmühle und nach Kappel Bier geliefert.
 
 
Die ersten Bierbrauer waren wallonische Söldner.
Weder Römer noch Kelten als auch Franken, die sich in Kirchberg aufhielten kannten das Bier in seiner jetzigen Form. Römer tranken Wein, die Franken tranken Met. Auch in der Stadtrechtsurkunde von 1259 finden wir den Hinweis nur auf Wein.
Erst nach den 30 jährigen Krieg 1648 ließen sich wallonische Söldner aus den Niederländischen Generalstaaten der heutigen Wallonie in Belgien im Gefolge der spanischen Truppen unter Ambrosia Spinola auf der alten Mühle der Freiherrn von Eich im Kyrbachtal nieder
und brauten Bier. In dem kalten Mühlenkeller fanden sie für das Gären des Spelzes ideale Bedingungen vor. Henry Sosere, Francois Sohusettes, Mathias Thyri sowie Roland de Crouppe brauten Lagerbier nach wallonischer Art. Mathias Thyri auch der „Welch Mattes genannt, heiratete in Kirchberg, betrieb eine Gastwirtschaft „Zum grünen Baum“ und war ein angesehener Bürger. Die übrigen Wallonen heirateten ebenfalls und verließen die Eich-Mühle. Diese Wallonen brachten die Braukunst nach Kirchberg.
 
 
Der erste Bierbrauer der Fuchß- Bierbrauerfamilie
Vor 262 Jahren also im Jahre 1753 braute Heinrich Jakob Fuchß sein erstes Bier in Kirchberg. In diesem Jahr erhielt der 22 jährige Heinrich Jakob Fuchß geb 1731 in Kirchberg das (Privilegium des brauwens in einem Bottich mit Zugabe von Malzz und Hopffen). Aussteller dieser Urkunde (LHA Best. 33 / 2834) war der damalige badische Oberamtmann Valerius Franz Freiherr von Hauer. Bis zu diesem Zeitpunkt übte Heinrich Jakob Fuchß nur den Beruf des Küfers aus. Die Braukunst kam erst nach dem 30jährigen Krieg nach Kirchberg. In den alten Aufzeichnungen auch in der Stadtrechtsverleihungsurkunde von 1259 ist immer nur von Wein die Rede.



 
 
Die Bierbrauerfamilie Fuchß
Heinrich Jakob Fuchß hatte Bekanntschaft mit der Familie des wallonischen Bierbrauers. De Crouppe. 1760 heiratete er Anna Katharina die Witwe von Christof Trapp der eine Gastwirtschaft am Untertor (Heute Gastwirtschaft Kirner Eck ) betrieb. Anna Katharina war die Enkelin von Roland de Crouppe.
Ein Nachfahre der beiden, Wilhelm Fuchss geb. 1830 erbaute 1855 auf den Kassematten und ehem. Pulvergängen der Stadtmauer eine größere Brauerei. Bisher brauten die zahlreichen Brauereien in Kirchberg meist nur für die eigene oder vielleicht noch für ein paar andere Wirtschaften in Kirchberg Wilhelm Fuchß braute weiterhin das Lagerbier und belieferte schon nach Aufzeichnung des Brauerbuches (Original im Kirchberger Stadtmuseum ) schon ab 1857 mehrere Wirtschaften im Umkreis von Kirchberg. Bereits in diesem Jahr war der Bierausstoß 800 bis 1000 Hektoliter im Jahr. Durch die Lage von 427 m ü. M. und dem hervorragenden Brauwasser entstand ein hochwertiges und bekömmliches Bier wodurch sich der Bierausstoß kontinuierlich steigerte
Nach dem Tode des Firmengründers 1902, übernahmen seine beiden Söhne die Brauerei und erweiterten durch einen 3000 l Biertank und Erweiterung der Gebäude die Brauerei.
1905 kam eine Linde-Kältemaschine dazu, was das Eisbrechen am Weiher an der Dickenschieder Straße erübrigte. 1928 wurde der erste Opel- LKW angeschafft. Durch das stetige Ansteigen der Biermenge und die Zunahme von Flaschenbier, wurde 1937 eine Abfüll- und Etikettiermaschine installiert. Das Kirchberger Höhenpils wie es sich nannte, hatte einen guten Ruf und war auch nach Aussage von alten Kirchbergern besonders bekömmlich
Leider musste die Brauerei wie viele andere kleine Brauereien, die von den großen Braustätten geschluckt wurden, 1972 schließen. 1980 erfolgte der Abriss der Gebäude und das Ende von mehr als 260 Jahren Braukunst.
 
 
Die 5 Brauereien in Kirchberg   
Durch die mehr als 50 Märkte pro Jahr und 20 Gastwirtschaften noch im 19.Jahrhundert,war die Nachfrage nach Bier besonders groß. Außer der Fuchß- Brauerei gab es noch 4 andere Brauereien. Die zweitgrößte war die Brauerei Kaul Ecke Hauptstraße/Eckelsgasse .
Hiervon existiert noch im Landeshauptarchiv aus dem Amtsblatt der königlichen preußischen Regierung in Koblenz eine Beschreibung: Das Brauhaus in der Oberstadt war mit Schiefer beschlagen und ausgestattet mit einem zum Brauen nötigen Brunnen einem 14 Ohm fassenden rotkupfernen Braukessel einer 1420 Quart fassenden in Eisen gebundenen Maischbütte einer 1610 Quart fassenden Kühlbütte einer 16 Fuss langen ,6 Fuss breiten blechenen Malzdörre, das ganze war zu 208 Talern abgeschätzt.
Außerdem gab es noch Brauereien in der Metzenhauserstraße /Anwesen Schlosser, dem Keller der ehem. lutherischen Kirche in der Rathausgasse der abgerissenen Scheune neben dem Gasthof Jägerhof.
Seit 2001 braut der Hobbybrauer Harald Wüllenweber wieder Kirchberger Bier für den Hausgebrauch.

Text : Winfried Wagner – Leiter Heimathaus Kirchberg -